Musik in der digitalen Welt

Nicht nur die Musik verändert sich, sondern auch die Art und Weise, wie sie konsumiert wird. Waren es früher Schallplatten und Musikkassetten, die als Tonträger dienten und massenhaft verkauft wurden, so dominieren heute Streamingdienste und das Internet den Musikkonsum.

Vom Tonträger zum digitalen Stream

Früher verdienten sich Musiker und Plattenlabels ihre Brötchen mit dem Verkauf möglichst vieler Schallplatten oder ähnlichen Tonträgern. In den 1980er-Jahren kam die CD auf den Markt. Und um die Jahrtausendwende versorgte das Internet die Konsumenten meist gratis mit Musikdownloads. Die Plattenlabels ließen diesen Trend nicht kampflos vorüberziehen, sondern verklagten die Nutzer, die sich über das Internet mit Raubkopien versorgten. Schließlich kooperierte die Musikindustrie mit Unternehmen, die digitale Vertriebskanäle betrieben.

Heute kann Musik gegen Bezahlung völlig legal über das Internet bezogen werden. Viele Musiker verfügen über keinen Plattenvertrag mehr, sondern stellen ihre Werke als digitale Produkte in das Netz. Das Problem dabei ist lediglich die richtige Vermarktung. Heute kann bereits jeder ein eigenes Musiklabel gründen und seine eigene Musik weltweit verbreiten, ohne auf die Hilfe von großen Schallplattenkonzernen angewiesen zu sein.

Musik auf Abruf

Streamingdienste wie Spotify oder Apple bieten ihren Kunden die Möglichkeit, Musik jederzeit anzuhören. Dafür ist nur der Abschluss eines Abonnements notwendig. Damit verdienen die Musikanbieter ihr Geld und die Konsumenten können hören, was sie wollen. Der Besitz von CDs oder Schallplatten hat für den Konsumenten heute an Bedeutung verloren.

Die Zukunft der Musik liegt in der heutigen Zeit also in der Digitalisierung. Musik ist ein Produkt, das wie jedes andere Produkt konsumiert werden kann – jederzeit und überall. Auch die Kosten für den Konsumenten halten sich dabei in Grenzen: Musik-Streamingdienste wie Amazon Music Unlimited oder Deezer verlangen für ein Musikabo lediglich rund zehn Euro pro Monat. Mit diesem Abonnement hat man einen werbefreien Zugriff auf die gesamte Musikbibliothek des Streaming-Anbieters. Manche Plattformen bieten parallel zu ihrem Sortiment auch kostenloses Streaming an. Dabei kann man auf einen gewissen Teil des Musikprogramms zugreifen. Wer mehr davon hören möchte, muss allerdings ein kostenpflichtiges Abo abschließen.

Die Digitalisierung hat auch in der Musikbranche Einzug gehalten. Die Musikbranche war eine der ersten Branchen, die sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung aktiv auseinandersetzten musste.